Montjoie'r Volksblatt 1897 - 1899

Hier finden Sie Zeitungsartikel über Vossenack und Umgebung sowie aktuellem Zeitgeschehen zwischen 1897 und 1899
Aus dem Kreise, 19. August 1897 - Feuer in Vossenack

Aus dem Kreise, 19. August 1897. [...] – Am 13. August Abends gegen 9 Uhr brach in Vossenack in der Wohnung des Ackerers R. Claßen Feuer aus. Den energischen Bemühungen zur Dämpfung des Feuers seitens der Bewohner von Vossenack und Hürtgen ist es zu danken, daß das Feuer auf seinen Herd beschränkt blieb und noch ein Theil des Wohnhauses gerettet wurde. Das Gebäude soll versichert sein, das Mobilar dagegen nicht. – [...]

Vossenack, 6. September 1897 - Abschluß des dreitägigen Obstbaukurses

Vossenack, 6. September 1897. Am vorigen Mittwoch Abend fand hierselbst der von Herrn Winterschuldirektor Wintgen aus Imgenbroich veranstaltete, von ca. 40 Theilnehmern besuchte dreitägige Obstbaukursus seinen Abschluß. Es war zu gleicher Zeit eine Versammlung des landwirtschaftlichen Kasinos anberaumt, welche wie ihre Vorgängerinnen recht zahlreich besucht war und in der ein neues Einmachverfahren für Obst und Gemüse praktisch vor Augen geführt wurde, was namentlich die zahlreich erschienenen Frauen und erwachsenen Mädchen mit Interesse verfolgten. Sodann wurde auf die Zubereitung der Beerenweine des Näheren eingegangen. Eine Anzahl Obstbaugerätschaften wurden angekauft bzw. bestellt. Für nächsten Herbst ist ein Fütterungskursus und für nächstes Frühjahr ein achttägiger Obstbaukursus in Aussicht genommen. Wie uns mitgetheilt wird, soll die nächste Kasinoversammlung nächsten Sonntag stattfinden, für welche zweckmäßige Anwendung der Kunstdünger, Haftpflichtversicherung und Molkereiwesen auf der Tagesordnung stehen.

Hürtgen, 23 November 1897 - Versammlung zur Gründung einer Molkerei-Genossenschaft

Hürtgen, 23 November 1897. Am vorigen Sonntag, den 21. ds. Mts., tagte hierselbst eine Versammlung, die sich mit der Gründung einer Molkerei-Genossenschaft für Hürtgen, Germeter, Vossenack, Groß- und Kleinhau, Brandenberg und Bergstein befaßte. Der Besuch war entsprechend der Wichtigkeit der Sache ein äußerst reger. Herr Wintgen, Director der landwirtschaftlichen Schule von Imgenbroich, legte die Ziele und Bedeutung einer derartigen Genossenschaft dar. Der Leiter der Versammlung, Herr Pfarrer Schmelcher aus Großhau, betonte insbesondere, daß nur durch Einigkeit und festes Zusammenhalten das Ziel erreicht werden könnte. Es ist begründete Aussicht vorhanden, daß die Genossenschaft ins Leben tritt. Die weiteren Schritte hat ein Komitee in die Hand genommen.

Düren, 16. Februar 1898 - Kraftwerk Heimbach projektiert

Düren, 16. Februar 1898. Eine großartige Thalsperre zum Betriebe einer elektrischen Central-Station wird im Thale der Urft, einem Nebenflusse der Rur, geplant. Die Absperrstelle für das große Sammelbecken soll am Heffgesberge errichtet werden, wo die Verhältnisse außerordentlich günstig sind, so daß nur verhältnißmäßig geringe Mauerarbeiten erforderlich sein werden. Das geplante Sperrwerk soll über 20 Millionen Cubikmeter Wasser fassen können. Ein 3500 Meter langer Stollen soll durch den Heffgesberg getrieben werden, um das im Becken aufgestaute Wasser der großen Turbinen-Anlage zuzuführen, die in Heimbach errichtet wird. Das großartige Werk wird allerdings auch, je nach dem Wasserstande im Staubecken, 6000-8000 Pferdestärken liefern, die in elektrischen Strom verwandelt, bis nach dem 18 Kilometer entfernten Düren und dem 30 Kilometer entfernten Aachen geliefert werden sollen, um für Beleuchtungs- und Kraftzwecke verwendet zu werden.

Vossenack, 23. März 1898 - Versammlung des Bauernvereins

Vossenack, 23. März 1898. Am Sonntage fand hierselbst beim Wirthe W. Rüttgers eine Versammlung des Bauernvereins statt. Herr Kirchner-Kempen hielt einen Vortrag über die „Ziele des Rhein. Bauernvereins". Unter anderem wurde über gemeinsame Bezüge, Spar- und Darlehnskassen, Molkereiwesen, Rechtsschutzkommission, (?)uerbengesetz, Landwirtschaftskammern gesprochen. Man trägt sich mit dem Gedanken, im Laufe des Sommers hierselbst eine Molkerei zu bauen; wir wollen hoffen, daß dieses Werk auch wirklich zustande kommt. – [...]

Vossenack, 12. April 1898 - Errichtung einer Molkerei-Genossenschaft in Aussicht

Vossenack, 12. April 1898. Am nächsten Sonntag den 17. April wird Herr Greff von der milchwirthschaftlichen Abteilung des Rheinischen Bauern-Vereins in Ortsverbande Vossenack einen Vortrag halten, der um 4½ Uhr beginnen soll. Da man auch in unserem Orte die Errichtung einer Molkerei-Genossenschaft in Aussicht genommen hat, so dürfte der nächste Sonntag wohl hierfür ausschlaggebend sein, und hoffen wir, daß dies in günstigem Sinne erfolgt. Die Vortheile dieser Genossenschaft haben sich allerwärts als so handgreiflich gezeigt, daß unser Ort nicht zurückzubleiben braucht und freut es uns, wenn der Ortsverband die Grundlage für dieses Werk würde geschaffen haben.

Aus dem Kreise, 28. April 1898 - Gründung einer Molkereigenossenschaft mit guten Fortschritt

Aus dem Kreise, 28. April 1898. [...] – Nach einer Mittheilung aus Vossenack hat die Gründung einer Molkereigenossenschaft daselbst einen guten Fortschritt gemacht, indem in der letzten Versammlung des Rhein. Bauernvereins nach einem Vortrage des Molkerei-Instruktors Greff die Satzungen der Genossenschaft angenommen wurden. 13 Landwirthe meldeten sich zum Eintritt. Man wird sich angelegen sein lassen, auch in Hürtgen Theilnehmer zu finden. In einer gemeinschaftlichen Versammlung wird dann später festgestellt werden, wieviel Milch aus den einzelnen Orten herbeigeschafft werden kann. [...]

Vossenack, 19 Juni 1898 - Molkereigenossenschaft scheitert doch nicht an der Platzfrage

Vossenack, 19 Juni 1898. In der Wirthschaft des Herrn P. Thomas versammelten sich zahlreiche Einwohner der beiden Ortschaften Vossenack und Hürtgen bedarfs Berathung über Gründung einer Molkerei. Nachdem bisheran das Projekt zu scheitern drohte an der Platzfrage, wurde jetzt eine Einigung erzielt, und somit ist man der Gründung um einen bedeutenden Schritt näher gerückt. Es steht der Gründung also kein Hindernis mehr im Wege. Der Molkerei-Instrukteur Herr Fischer-Düsseldorf legte noch einmal die Vorzüge einer Molkerei auseinander. Als man nun zur Gründung der Genossenschaft schritt, wurde die Frage aufgeworfen, ob mit beschränkter oder unbeschränkter Haftpflicht; auch hierbei kam eine Einigung zustande, die Mehrzahl der Theilnehmer wollen die Genossenschaft gegründet wissen mit beschränkter Haftpflicht. Die Statuten werden vorgelesen und beraten; jetzt handelte es sich um die brennende Frage des Beitretens – Unterschreiben der Statuten – Leider erklären nur 13 Personen ihren Beitritt; es hatte sich nämlich langsam aber sicher einer nach dem anderen gedrückt.

Vossenack, 4. September 1898 - 25 jähriges Priesterjubiläum - Pfarrer Herrn Esch

Vossenack, 4. September 1898. Am Heutigen Tage feierte die hiesige Pfarrgemeinde das 25 jährige Priesterjubiläum ihres Pfarrers, des hochw. Herrn Esch. Wanderte man durch die Straßen und betrachtete die herrlichen Triumpfbogen, betrat man das Gotteshaus und beschaute die prachtvolle Verzierung, so wurde nur eine Stimme laut, so war Vossenack noch nie geschmückt. Vor dem Hochamte wurde der Herr Jubilar in feierlichem Zuge zur Kirche abgeholt. Am Pfarrhause überreichte ein weißgekleidetes Mädchen dem Jubilar den Silberkranz und trug ein Gedicht vor. Am Nachmittag, nach einer feierlichen Komplet, bewegte sich ein imposanter Festzug unter Betheiligung der Schulkinder mit den Lehrpersonen des Ortes, des Kirchenvorstandes, des Gemeinderathes, der kirchlichen Gemeindesvertretung, des Gesangsvereins und der Schützengesellschaft zur sinnreich geschmückten Festhalle. Vor der Halle begrüßte ein Knabe den Herrn Jubilar mit einem längeren Gedichte; hierauf richtete der Herr Pfarrer einige Worte an die Kinder. In der Festhalle übergab ein Mitglied des Kirchenvorstandes nach einer Begrüßungsrede dem Herrn Jubilar das Festgeschenk und die Widmungstafel. Gesangvorträge, gehalten vom hiesigen Gesangverein, Musikstücke und Ansprachen wechselten nun mit einander ab. An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, daß der hiesige Gesangverein durch seine sehr exakt vorgetragenen Lieder besonders zum Gelingen der Festfeier beigetragen hat. Bei anbrechender Dunkelheit bewegte sich ein großartiger Fackelzug, woran sich alle Dorfbewohner betheiligten, von der Halle aus zum festlich geschmückten Pfarrhause. Da erblickte man die Kirche und das Pfarrhaus in prachtvoller Beleuchtung, ein brillantes Feuerwerk wurde abgebrannt. Aus der ganzen Feier sah man die große Liebe und Dankbarkeit der Pfarrkinder von Vossenack gegen ihren Pfarrer. Wolle der liebe Gott Vossenack noch recht lange seinen Pfarrer erhalten.

Aus dem Kreise Montjoie, 5. April 1899 - Molkereigenossenschaft mit dem Sitze in Hürtgen ins Leben gerufen

Aus dem Kreise Montjoie, 5. April 1899. Durch die unermüdliche Thätigkeit des Rhein. Bauern-Vereins ist es bekanntlich gelungen, für die Gemeinden Vossenack und Hürtgen eine Molkereigenossenschaft mit dem Sitze in Hürtgen ins Leben zu rufen. Läßt die Mitgliederzahl auch noch zu wünschen übrig, so wächst das Unternehmen doch in der schönsten Weise und wird voraussichtlich in einigen Wochen dem Betrieb übergeben werden können. Der Rohbau ist fertig gestellt und ist man zur Zeit mit der Aufstellung der Maschinen beschäftigt. – [...]

Aus dem Kreise Montjoie, 20. April 1899. [...] – Die feierliche Eröffnung der Molkerei-Genossenschaft Vossenack-Hürtgen soll am Montag den 24. ds. stattfinden. – [...]

Aus dem Kreise, 28. April 1899 - Feierliche Eröffnung des neu erbauten stattlichen Gebäudes der Molkerei-Genossenschaft Vossenack-Hürtgen

Aus dem Kreise, 28. April 1899. [...] – Am 26. ds. fand die feierliche Eröffnung des neu erbauten stattlichen Gebäudes der Molkerei-Genossenschaft Vossenack-Hürtgen statt. Nachdem Herr Pfarrer Esch von Vossenack die kirchliche Einweihung vollzogen und das ganze Unternehmen dem göttlichen Schutze anbefohlen hatte, ergriff Herr Pfarrer Bartz zu Hürtgen das Wort, um in kurzen Zügen das Zustandekommen der Molkerei-Genossenschaft und die schnelle Vollendung des verhältnißmäßig großen Gebäudes zu schildern. Es gereiche der Genossenschaft zur hohen Ehre, daß trotz der schlechten Witterung die beiden Herren Landräthe von Düren und Montjoie zur Eröffnungsfeier erschienen seien. Herr Landrath von Breuning erkannte in seiner Rede das glückliche Gelingen des Werkes an und mahnte die Landwirthe dringend, sich wie die anderen Stände fest an einander anzuschließen, ausgehend von dem Grundsatze: Einigkeit macht stark. Darauf eröffnete er den Betrieb unter dem Wahlspruche: „Thatkraft, Fortschritt und Gemeinsinn!" Der Molkerei-Genossenschaft wünschen wir, das sie wachsen, blühen und gedeihen möge.

Hürtgen, 3. Mai 1899 - Ausführlicher Bericht über die Betriebseröffnung der Molkerei Vossenack-Hürtgen

Hürtgen, 3. Mai 1899. Ein seltenes Fest konnten, am 26. April die Gemeinden Vossenack-Hürtgen und Umgebung begehen; es fand nämlich am genannten Tage die feierliche Einweihung und Betriebseröffnung der neu eingerichteten Molkerei statt. War dieses Ereigniß an sich schon für unsere Landwirthe bedeutungsvoll, so wurde dasselbe noch besinders ehrenvoll für die betheiligten Gemeinden, da die Herren Landräthe des Kreises Düren und Montjoie, Königl. Kammerherr von Breuning und von Guérard ihre Theilnahme an der Feier huldvollst zugesagt hatten und die Eröffnung des Betriebes selbst ins Werk zu setzen erschienen waren; auch der Herr Bürgermeister von der Ruhr, der stets dem Unternehmen wohlwollend gegenübergestanden hatte, nahm an der Feier Theil. Die Bevölkerung war in festlichen Kleidern recht zahlreich erschienen und war das Molkerei-Gebäude mit Fahnen und Sträuchern aufs Beste geschmückt. Nach Vollziehung des Weiheactes durch den Hochwürdigen Herrn Pfarrer Esch aus Vossenack unter Assistenz des Herrn Pfarrers Bartz aus Hürtgen hielt letzterer in beredten Worten eine Ansprache an die Versammlung, schilderte die schwierigen Verhältnisse, unter denen die Genossenschaft entstanden, lobte den Muth und die Entschlossenheit der wenigen Männer, die endlich, nach langen Verhandlungen den Gedanken, eine Molkerei zu errichten, in die That umsetzten, hob die große Ehrung und Förderung des gemeinnützigen Werkes hervor, welche die Herren Landräthe dadurch bekundeten, daß dieselben bis an die Grenzen ihrer Kreise gekommen, um selbst die Molkerei dem Betriebe zu übergeben und bat schließlich den Herrn Landrath von Breuning, die Molkerei ihrer Bestimmung zu übergeben und den Betrieb beginnen lassen zu wollen. Der Herr Landrath hob in kernigen Worten die großen Vortheile der Viehhaltung und den damit verbundenen Nutzen der Molkerei hervor und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß Anregung folgend die Molkereien Zülpich, Vlatten und nunmehr auch Vossenach-Hürtgen ins Leben getreten seien; überall, wo nicht direkter Milchverkauf möglich, hielt er die Gründung von Molkereien angebracht. Um sich über die Verhältnisse der betheiligten Gemeinden näher zu informieren, habe der Herr Regierungspräsident selbst diese Gegend bereist und könne er bestimmt eine Subvention in Aussicht stellen. Es wurde nunmehr zur Inbetriebsetzung der Molkerei geschritten, der Vertreter der Firma vom Stein in Düsseldorf, welcher den Plan zum Bau der Molkerei entworfen und auch die maschinelle Einrichtung geliefert hat, erläuterte in kurzen Worten den hohen Herren des Gang des Betriebes und den Zweck der einzelnen Maschinen wie Apparate; die Molkerei ist so eingerichtet, daß dieselbe zur Verarbeitung der heimathlichen in der Umgegend produzierten Milch ausreicht, ist ausgerüstet mit den erforderlichen Apparaten zum Pasteurisieren wie Sterilisieren der Milch, so daß selbst im Falle der Maul- und Klauenseuche den gesetzlichen Vorschriften genügt werden kann; die Dampfmaschine ist so stark vorgesehen, daß selbst noch ein oder mehrere Nebenbetriebe mit der Molkerei verbunden werden können. Im Uebrigen ist im Bau wie auch in der maschinellen Einrichtung, soweit es thunlich war, gespart, so z. B. ist erst ein Separator aufgestellt wie auch nur ein Butterfaß, der Platz jedoch schon in der Weise vorgesehen, daß später bei Vermehrung des Milchquantums leicht ein zweiter Separator aufgestellt werden kann. Nach Beendigung des Betriebes, der ohne jede Störung bei exaktester Arbeit der einzelnen Maschinen und Apparate in bester Weise funktionierte, nahmen die hohen Herren im Bureau der Molkerei einen kleinen Imbiß ein. Der Herr Landrath von Düren, wie auch Herr Landrath von Montjoie sprachen dem Vorstande und Aufsichtsrathe der Genossenschaft ihre Anerkennung aus und leerten ihr Glas auf das Wohl derselben. Der Herr Bürgermeister von der Ruhr feierte die hohen Gäste und brachte ein dreifaches Hoch auf dieselben aus. Herr Christian Prinz, Vorsteher der Genossenschaft, dankte den Herren Landräthen für ihr Erscheinen, wie für die Förderung ihrer Sache im Namen des Vorstandes und Aufsichtsrathes der Genossenschaft. Beim Abfahren der hohen Gäste, brach das vor der Molkerei versammelte Publikum in ein brausendes Hoch auf dieselben aus. Die Theilnahme der Herren Landräthe an der Eröffnung einer Molkerei ist jedenfalls ein unwiderleglicher, offenkundiger Beweis dafür, daß die Regierung die Gründung von Molkerein als eine gute Sache hoch schätzt und Alles thut, um dieses öffentlich zu bekunden. Mögen unsere Landwirthe sich dies zu Nutzen machen und auch diejenigen, die sich bislang noch ängstlich zurückhielten, nunmehr ihre letzten Bedenken schwinden lassen und der Molkerei beitreten.

Aus dem Kreise, 20 Juli 1899 - Beihilfe zu den Errichtungskosten der Molkerei-Genossenschaft Vossenack-Hürtgen

Aus dem Kreise, 20 Juli 1899. [...] – Der Molkerei-Genossenschaft Vossenack-Hürtgen wurde seitens des Herrn Regierungspräsidenten zu Aachen eine Beihilfe zu den Errichtungskosten im Betrage von 3500 Mark gewährt. – [...]

Hürtgen, 25. September 1899 - Zweite Entrahmungsmaschine aufgestellt

Hürtgen, 25. September 1899. Seit einigen Tagen hat die Molkerei-Genossenschaft Vossenack-Hürtgen die zweite Entrahmungsmaschine aufgestellt, für welche der Platz schon beim Bauen der Molkerei vorgesehen war. Die Vermehrung der Mitglieder sowie die Zunahme der Milchlieferung in der Zeit seit der Betriebseröffnung hat erwiesen, da der Nutzen eines solchen gemeinsamen Unternehmens und der gemeinschaftlichen Verarbeitung der Milch immer mehr erkannt wird.

Vossenack, 3. November 1899 - Feier der heiligen Mission in Vossenack

Vossenack, 3. November 1899. Vom 19. Bis 29. Oktober fand in hiesiger Pfarrgemeinde die Feier der hl. Mission statt, abgehalten von Vätern aus dem Kapuzinerorden, dem Pater Gregorius als Superior, dem Pater Adalbertus und Pater Lucas. Täglich waren 3 Predigten und das Volk strömte mit großem Eifer hinzu, um die lehrreichen Vorträge anzuhören; besonders bei der Abendpredigt war unser sehr geräumiges Gotteshaus bis zum letzten Plätzchen gefüllt. Auch aus den Nachbarortschaften kamen die Leute in großen Schaaren herbeigeeilt, um den schönen Vorträgen zu lauschen. Die Ausdauer und der Eifer der Gläubigen war erstaunenswerth und erbauend. Ueber 1400 Kommunionen wurden ausgeteilt, das beste Zeichen, das man in religiösem Sinne die Zeit der Gnade wohl zu benutzen verstnad. Am 29. Okt. war die Schlußpredigt, gehalten vom Pater Superior, die ganz besonders die Herzen ergriff. Es verdient auch noch rühmend hervorgehoben zu werden, daß der Kirchenchor durch seine erhebenden Gesänge die ganze Pfarrgemeinde erbaut und die hl. Mission verherrlicht hat. Möge die stattgefundene Mission für die hiesige Gemeinde segensreich sein und herrliche Früchte bringen.

Aus dem Kreise Montjoie 7. Dezember 1899 - Gemeindevorsteher von Vossenack wiedergewählt

Aus dem Kreise Montjoie 7. Dezember 1899. [...] – Der bisherige Gemeindevorsteher von Vossenack, Herr Christ. Prinz ist für 6 Jahre als solcher wiedergewählt worden. – [...]

Heute 1 | Monat 582 | Insgesamt 107276

Copyright © 2020 Vossenack - Das Dorf mit Weitblick. Alle Rechte vorbehalten.