Die Errichtung von Raffelsbrand, dokumentiert in vier 8mm Schmalfilmen

Teil 1:

Entstehung des zweitgrößten landwirtschaftlichen Siedlungswerkes in Westdeutschland 1951 - 1953

Ein Schmalfilm hergestellt von: cand.ing. Oskar Bähr, Bonn
Mitwirkung: Fotohaus Clemens, Bonn
Manuskript: Prokurist Franz Bähr, Bonn

im Auftrage des Siedlungsträgers:
Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft "Rheinisches Heim", G.m.b.H. Bonn
Dr. W. Engels (Direktor)
J.Haefs (Direktor)

Die Hürtgenwaldsiedlungen standen unter besonderer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen

Siedlungsbehörde
Landessiedlungsamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Landeskulturamt Nordrhein, Bonn
Staatliches Kulturamt Aachen

Die Einweihung vollzog am 25.10.1953 Minister Dr. Peters Land Nordrhein-Westfalen

Festakt1
© Wolfram Steven Düren deine Heimat
Festakt1
© Wolfram Steven Düren deine Heimat
Festakt1
© Wolfram Steven Düren deine Heimat

Die Urkunde berichtet:
daß im Kriegsjahre 1944 fast 60.000 Soldaten im Hürtgenwald fielen
daß der Rest des von Panzern und Minen zerfurchten Waldes 1947 verbrannte
daß später beim Räumen von Minen und Munition noch 200 Minensucher, Arbeiter und Bauern hier tödlich verunglückten
daß dann in 2 Jahren das Riesenwerk wuchs und 55 neue Vollbauernstellen 10 Nebenerwerbsstellen und 13 Betriebsvergrößerungen entstanden
daß Schule, Kapelle, Wege, Wasserleitung, Windschutz, Wildgatter, Stromnetz gebaut und allen eine friedvolle Heimat gegeben werde.

Verbrannte Erde mit den Soldatenfriedhöfen in Hürtgen und Vossenack

 

Teil 2:

Verschiedene Rodezuggeräte
Räumen des Stockholzes
Leid und Freud beim Roden im Sumpf
Wenn die Abendglocken läuten
Einplanieren der vielen, vielen Stellungsbauten
Hier ist Dränung auf rd. 160 ha notwendig
Siedlungssache Vossenack SS. 518 ENTWURF zur Vorflutregulierung u. Dränung
Zuerst müssen die Vorflutgräben entstehen
Dann kommen die Gräben für die Saug- und Sammlerrohre
Der Dränbagger hat es schwer im steinigen Grund
Besuch der Universität Bonn mit Professor Schirmer
Vorsichtig werden die Tonrohre verteilt
Dann die Ginsterschanzen
Sauger und Sammler wollen säuberlich verlegt sein
Ginsterschanzen sind hier billig und verhindern Beschädigung und Zuschlammen der Rohrleitungen
Der Spezialpflug von starker Hand geführt, leistet je Tag 1 ha
Die Scheibenegge zerschneidet die groben Schollen
Absammeln von Kleinholz usw.
Hafersaat im Großbetrieb

Teil 3:

9 km Straßenbau
Wasserleitungsbau Schürfgräben
Sickerrohre
jede Sekunde 10l
Rohrgraben
Hochbehälter
Bau der Gehöfte
Zerkleinern des Stockholzes mit Spaltmaschinen, Äxten, Wagenhebern und Kreissägen
Einstapeln in Bänken zu 7000 bis 10000 rm
Aufzug der ersten Siedler Sommer 1952
Wieder Bauer auf eigener Scholle

 Teil 4:

erste Grünlandeinsaat August 1952
erste Roggenernte auf verbrannter Erde 1952
Mähdrescher auf Rodungsland
Der Pflug hinter dem Erntewagen
Nun danket alle Gott
Einweihung am 25.10.1953 durch Minister Dr.Peters
Verbrannte Erde wurde Acker

Aus Haß zerstört! Mit Liebe erdacht!
Im Kriege verloren! Im Frieden gemacht.
Möge des Herrgotts segnende Hand
dem Werk schenken Glück und Bestand.
(Dr.Willi Engels)

- Ende -