Der Eifelbaum

Ein Symbol der Heimatverbundenheit

Der Eifelverein OG Vossenack schenkte dem Ort und der Region ein bemerkenswertes Kunstwerk.

Der EifelbaumIm Mai 2008 übergab der Eifelverein in Vossenack der Bevölkerung des Ortes und der Region der Nordeifel ein markantes Kunstwerk – den „EIFELBAUM". Anlass war die 100-Jahrfeier des in vielen Bereichen überaus aktiven Vereins. Entsprechend seinem satzungsmäßigen Auftrag, heimatkundliche und kulturelle Aktivitäten zu verwirklichen, hatte der langjährige Kulturwart der Ortsgruppe, Bruno Linzenich, bereits seit Jahren die Vorstellung, seitens des Eifelvereins und anlässlich dieses Jubiläums ein Kunstwerk von besonderer Güte erstellen zu lassen und dem Heimatort zu schenken. Unterstützt durch Gleichgesinnte sorgte er dafür, dass dieses Projekt in Erfüllung ging und sein Eifelverein hiermit eine kulturelle Bereicherung für die Region ermöglichte.

Pater Laurentius U. Englisch OFMDazu konnte er den international bekannten Künstler, Priester und Lehrer am Franziskus-Gymnasium Vossenack, Pater Laurentius U. Englisch OFM, begeistern und gewinnen. Der ehemalige Joseph-Beuys-Schüler entwickelte spontan einen Entwurf, im Ortszentrum einen sogenannten „EIFELBAUM" aus glänzendem Edelstahl zu erstellen, der das Leben und die Natur in der Eifel widerspiegelt. Diese seine künstlerische Idee griffen der Vereinsvorstand, die Gemeindeverwaltung Hürtgenwald und die Vereins- und Dorfgemeinschaft von Vossenack mit großem Interesse auf.

In seiner Objektbeschreibung formulierte der Künstler Pater Laurentius wie folgt:
Auf dem Baptist-Palm-Platz an der Vossenacker Kirche wird zum 100. Geburtstag des Eifelvereins Vossenack ein Monument errichtet, das nicht nur die Philosophie des Vereins, sondern für alle sichtbar die Landschaft und die Menschen mit den Tieren sowie die Natur repräsentiert. Die Tradition eines Wappenbaumes inmitten von Ortschaften aufgreifend, habe ich einen stilisierten Baum entworfen, der aus Felsbrocken der Umgebung ragt. Die wasserreiche Landschaft findet lebendigen Ausdruck durch das fließende Wasser, das über die Felsen zirkuliert. Der Brunnen bekommt vor der Kirche eine erhöhte Symbolkraft, das Symbol von Leben. Baum, Tier und Mensch mit seinen Aktivitäten entfalten sich in vier Stufen in die Höhe. Der blinkende Edelstahl, im Kontrast Der Eifelbaum Ausschnitt zum erdigen Felsen mit Wasser, reflektiert das Licht und mit seinen transparenten Gestalten erscheint er leicht in der Luft. Und so endet im Flug des Vogels die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Die Nähe des steinernen Gotteshauses lädt nicht nur die Bedeutung auf, sondern bildet einen verstärkenden formalen Kontrast. Der Baum aus der Erde zum Licht des Himmels wachsend ist ein uraltes Symbol. Er erinnert an die Mitte des Gartens Eden und verstärkt hier die Mitte des Ortes Vossenack. Die Tiere der Landschaft, die Rinder, das Wild und der Wald, die fröhlichen Gestalten, Reiter und Burg, die Landfrauen und Musikanten, die Wanderer und Radler, sie alle steigen in Stufen hinauf bis zum Flug des Vogels, zwischen Himmel und Erde."

Dank der finanziellen Unterstützung der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren, weiterer Banken, Firmen und Privatpersonen rückte der Beginn der Arbeiten in greifbare Nähe. Das Kunstwerk konnte nach der erfolgreichen Akquisition dieser Sponsoren dann umgesetzt werden, die Gesamtfinanzierung war nach zähen Bemühungen durch Projektleiter Linzenich abgesichert. Eine Menge Unterstützung bei der Planung und Ausführung erhielt er durch Dipl. Ing. Bernd Der Eifelbaum Ausschnitt Nork † und Architekt Walter Kiszio, die über viele Monate die Der Eifelbaum Ausschnitt Tiefbauarbeiten mit Fundamentierung, Wasserzisterne, Objektbeleuchtung und den Gesamtaufbau begleiteten. Die gesamten Edelstahlarbeiten wurden von der Firma Metallbau Wolfgang Richter, Hürtgenwald-Horm, in fast 300 Handarbeiterstunden geleistet. Und hierbei war äußerste Präzisionsarbeit gefragt – galt es doch, die Darstellungen der Figuren und Tiere so zu gestalten, dass sie so filigran wie Scherenschnitte sich dem Betrachter darstellen. Und dies ist den Metallern mit den 1:1-Schablonen des Künstlers sehr gut gelungen. Nach der Bergung der über 300 Mill. Jahre alten und bis zu je 7 Tonnen schweren und bis zu 2,70 Meter hohen Felsbrocken, die an der Höhenschneise bei Raffelsbrand seit dieser Zeit lagerten, wurden im Frühjahr 2008 die Tiefbauarbeiten gestartet. Das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde stellte diese steinernen Urzeitzeugen zur Verfügung, die am Objekt durch einen 50 t-Kran aufgestellt wurden. Gleichfalls Der Eifelbaum Ausschnitt mittels einen Kranes wurden die Edelstahlteile in Form des BaumstammesDer Eifelbaum Ausschnitt und der Baumkrone in die Senkrechte gebracht.

Am Sonntag, dem 25. Mai 2008, erfolgte bei strahlendem Wetter die offizielle Übergabe des „EIFELBAUMES" an Vossenack und die Region. Über 500 Besucher mit vielen Ehrengästen waren erstaunt über die monumentale Skulptur von fast 10 Meter Höhe. Ihre Anerkennung und ihren Dank an den Eifelverein Ortsgruppe Vossenack für ihr ehrenamtliches Engagement sprachen die Vorsitzende des Kreiskulturausschusses Käthe Rolfink, der Hauptvorsitzende des Eifelvereins Dr. Hans Klein, Bürgermeister Axel Buch und der Vorsitzende der Vereins- und Dorfgemeinschaft, Erich Leisten, aus. Der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, sprach von einem „Leuchtturmprojekt" und einem einmaligen Geschenk des Eifelvereins Vossenack an die Region. Er gab an die Touristiker die Empfehlung, dass sie künftig auf der Internationalen Der Eifelbaum Ausschnitt Tourismusbörse hiermit werben sollten: Ohne den „Eifelbaum" in Der Eifelbaum Ausschnitt Vossenack gesehen zu haben, kann man nicht aus der Eifel nach Hause fahren. Der Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, Axel Buch, und Ortsvorsteher Reinhold Niessen nahmen das Geschenk vom Vereinsvorsitzenden Georg Dülks und dem Initiator Bruno Linzenich freudig in Empfang, zumal der „Eifelbaum" als bemerkenswertes Kunstwerk eines einheimischen Künstlers dem bald neu zu gestaltenden Baptist- Palm-Platz und dem ganzen Dorf einen außergewöhnlichen kulturellen Mittelpunkt gibt.

Der Künstler Pater Laurentius und die Verantwortlichen des Eifelvereins OG Vossenack waren mit ihrem Projekt sehr zufrieden. Nicht nur an diesem Festtag, sondern bis heute erreichen den Verein anerkennende Worte. Trotz einer anfänglichen Skepsis war und ist man sehr erfreut, dass die Skulptur in der Bevölkerung eine große Resonanz findet und nicht selten von Bürgerinnen und Bürgern gesagt wird: „Unser Eifelbaum".

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall nicht nur für Kunstinteressierte, zumal über Tag das Wasser unter der Baumkrone über die Felsbrocken plätschert und abends die Beleuchtung den filigranen Motiven eine mystische Stimmung verleiht.

 

Geschrieben von Bruno Linzenich