An alle Bewohner in Vossenack, besonders die Anlieger der Straßen:
Im Unterdorf, Kreuzheck, Giesenheck, Pfarrer Dickmann Straße, Oberdorf u.a.

Aufruf zur Teilnahme am Bürgerprotest, damit die Politik endlich handelt,
um diese Verkehrsbelastung in den oben genannten Straßen zu reduzieren.

Vossenack wurde durch seine Infrastruktur, durch sein vielseitiges Dorf,- und Vereinsleben und besonders auch durch seine intakte Umwelt mit der schönen Eifellandschaft mehrfach ausgezeichnet. Im Jahre 2014 hat es Vossenack sogar geschafft, auf Landesebene zum Golddorf gekürt zu werden.

An den Ortseinfahrtsstraßen wird Vossenack offiziell als Erholungsort ausgewiesen und viele Vossenacker fragen sich mit recht, ob diese Aussage verglichen mit ihrer eigenen Wohn,- und Lebensqualität gerechtfertigt ist. Eigentlich möchte man bei schönem Wetter im Garten oder auf der Terrasse sitzen und sich erholen. Aber vergeblich!

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling sind auch sie wieder da, die Eifelraser! Die Verkehrsbelastung, überwiegend von Motorrädern, die mit überhöhter Geschwindigkeit und dröhnenden Motoren durch unsere Straßen rasen, ist für uns Anwohner und Anlieger nicht länger mehr hinnehmbar. Seit Jahren schon leiden wir vom Frühjahr bis zum Spätherbst unter dieser Belastung, die von Jahr zu Jahr stärker wird.

Auch ohne ein ärztliches Gutachten steht fest, sie schadet unserer Gesundheut und beschränkt unsere Freiheit und unsere persönliche freie Entfaltung. Mit lieben Gästen auf der Terrasse sitzen, mit den Kindern im Garten spielen oder ganz einfach ruhig relaxen, ist bei diesem Verkehrslärm keine Erholung, sonder führt zu Depressionen und weiteren Beschwerden.

Am Samstag, 02.April 2016 war wieder einmal ein Fernsehteam vom WDR hier und zeigte abends einen Kurzbeitrag, der aber nur ansatzweise die Sorgen und Probleme der Anwohner mit ihren Kindern und Alten wiedergeben konnte. Der Alltag auf unseren Straßen, besonders an Wochenenden zeigt ein ganz anderes Bild.

Schon vor Jahren hatten wir Anwohner auf humane Art versucht, bei Behörden und auch bei Motorradfahrern Verständnis für unsere Situation zu erreichen. Große Mahnschilder wurden entlang der Strecke und im Dorf aufgestellt und mit den Fahrern an einem Kaffeestand (Giesenheck) diskutiert. Diese Aktion wurde unterstützt von der Gemeindeverwaltung Hürtgenwald, der Polizei, dem ADAC und der Verkehrsseelsorge. In Gesprächen zeigten fast alle Fahrer Verständnis, aber sobald sie wieder außer Sichtweite waren, waren alle guten Vorsätze vergessen. Bei dieser Aktion wurden durch die Polizei auch Kontrollen an den Maschinen vorgenommen und oft auch unerlaubte Änderungen an den Auspuffanlagen festgestellt, die zu einer Sperrung der Weiterfahrt führte.

Als Fazit dieser Aktion konnte man schon nach wenigen Tagen sagen: „Es hat überhaupt nichts gebracht“! Im Gegenteil, die Schilder wurden mutwillig zerstört und die Raserei wird immer schlimmer.

Mit dröhnenden Motoren jagen sie als Einzelfahrer oder auch im Pulk die Panoramastraße entlang und kümmern sich nur selten um die erlaubte Geschwindigkeit. Schon aus der Ferne hört man sie, wenn sie aus dem Kalltal herauf brausen, um dann am Wendekreisel im Ortseingang oder an der Abwasserpumpstation wenden, um dann wieder in Rennfahrermanier die Kurven in Schräglage zu nehmen. Diese Rennfahrten wiederholen sich endlos und werden von Begleitern sogar fotografiert und die Zeit gestoppt. Man will ja schließlich selbst sehen und beweisen, wie gut man ist. Für viele Fahrer ist diese Strecke zu einer reinen Rennfahrer-Übungsstrecke geworden und gilt als ein Muss für alle Biker.

Die seltenen Polizeikontrollen führen nur kurzzeitig zu einer Verhaltensänderung. Durch die SMS-Vernetzung sind in Kürze alle Fahrer informiert, fahren dann anständig, oder meiden diese Strecke. Andere aber wollen auch uns im Dorf kundtun, was ihre Maschinen an Tempo und Sound hergeben und zeigen und uns auch den gestreckten Mittelfinger.

Wir können und wollen die Motorradfahrer oder auch die Autofahrer nicht aus unserer Gegend verjagen. Ganz im Gegenteil! Sie sind willkommen und sollen unsere schöne Eifelgegend genießen und wenn möglich im Goldorf Vossenack einkehren. Aber bei Höchstgeschwindigkeit mit quietschenden Reifen bleibt keine Zeit für die Natur und mit lauten Motoren durch unser Dorf zu fahren, erregt keine Bewunderung, sondern erst recht Ablehnung.

Auch wir als Anwohner /Anlieger haben Rechte und erwarten, dass unsere Beschwerden ernst genommen werden und dass Maßnahmen ergriffen werden, die diesen Zustand jetzt endlich beenden. Für den einzelnen Fahrer, der morgens durch unseren Ort fährt und abends wieder zurück kommt, mag diese Beschwerde überzogen sein. Wir aber haben täglich unter einigen hundert Fahrern zu leiden, die durch Geschwindigkeit und Krach einen Terrassenaufenthalt unmöglich machen.

Was können wir als betroffene Bürger nun tun?
Illusorisch ist wohl der Gedanke, auf Einsicht der rasenden Auto,- und Motorradfahrer zu hoffen. Das haben wir vor Jahren ohne Erfolg versucht.
Wir sollten vorab stichhaltige Argumente sammeln, die die Behörden zum Handeln zwingen.

  • Aufruf zum Bürgerbegehren an die zuständigen Behörden
  • Unterschriften aller Betroffenen mit Adressangaben und Unterschrift
  • Private Verkehrszählung an einem schönen Wochenende
  • Viele Fotos mit Datumeinblendung, bzw. auch Videos

Welche Maßnahmen würden Abhilfe schaffen?

  • Geschwindigkeitsreduzierung im Ort auf 30 km/h
    (hilft nur, wenn häufig kontrolliert und geahndet wird)
  • Häufige Polizeikontrollen
    (wirken sich nur temporär aus)
  • Stationäre Radarsäulen
    (wie viele und wo ? )
  • Fahrverbot für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen
    (hat sich andernorts bisher am besten bewährt)

Aufgerufen werden alle betroffenen Bürger zum Mitmachen.
Wer unterstützt diese Aktion als erneuten Versuch für unser Anliegen. Wir wollen nur unser Recht und darum kämpfen wir, das sind wir uns und unseren Kindern schuldig.

Bindet Euch ein in diese Aktion, werdet mit aktiv und unterschreibt diese Protestaktion.

Die Unterschrift zum Bürgerprotest kann in allen Geschäften in Vossenack getätigt werden.

Das Team für den Bürgerprotest