Neuerstellte Konzeption startet ersten Einsatz auf der Panoramastraße

Aachener Nachrichten 05.05.2018

Seit Jahren liefern sich Polizei und Motorradfahrer auf der Panoramastraße ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel.

Vossenack. Das Thema „Streckensperrung der Panoramastraße für Motorradfahrer“ wird heiß diskutiert, ist allgegenwärtig. Am Samstag fand der erste Einsatz der neuerstellten Konzeption des Drei-Säulen Modells statt, das neben dem repressiven Ansatz in Form von Geschwindigkeitskontrollen und technischen Überprüfungen, eine präventive und eine ermittlungstaktische Komponente umfasst.

Zuvor hatte der Behördenleiter der Kreispolizeibehörde Düren, Landrat Wolfgang Spelthahn, eine Intensivierung der polizeilichen Maßnahmen, insbesondere hinsichtlich der Bekämpfung der Lärmemissionen, angekündigt. Im Rahmen der Prävention werden Informationen zur Verkehrssicherheit durch Fachleute vor Ort direkt an die Zielgruppe vermittelt. Darüber hinaus soll auch die Ermittlung und Identifizierung von Verkehrssündern weiter in den Fokus gerückt werden, um gezielt Verkehrsverstöße ahnden zu können.

Gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt Düren und Mitarbeitern des TÜV Rheinland wurden auf der Panoramastraße Motorräder einer technischen Kontrolle unterzogen. Auch wenn sich die Kontrollen schnell unter den Motoradfahrern herumgesprochen hatten und zahlreiche Kradfahrer vor der Kontrolle gewarnt wurden, konnten insgesamt 252 Motorräder kontrolliert werden.

Neun Motorradfahrern wurde die Weiterfahrt untersagt, vier davon aufgrund überhöhter Lärmemissionen. Ein Motorrad wies allgemeine technische Mängel auf, unter anderem war die Bremsanlage nicht mehr in einem ordnungsgemäßen Zustand. Die Weiterfahrt wurde auch zwei Motorradfahrern untersagt, da sie ungeeignete Helme trugen.

Unterstützt wurde die Dürener Polizei von belgischen Kollegen, die im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Niederländisch-Belgischen-Deutschen Arbeitsgemeinschaft Polizei (NeBeDe AG Pol) zum Einsatz kamen.

Natürlich wurden an diesem Einsatztag auch Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Insgesamt 14 Fahrer waren zu schnell unterwegs, dreimal lag die gemessene Geschwindigkeit im Bereich eines Fahrverbotes. Die höchste gemessene Geschwindigkeit war 104 Kilometer pro Stunde, obwohl nur 50 Kilometer pro Stunde erlaubt waren.

Während der Kontrollmaßnahmen kam es im Eifelbereich zu keinen Motorradunfällen. Der Großteil der Motorradfahrer hat sich am Samstag regelkonform verhalten.